Kategorie: Kirchenkreis Kinzigtal

  • Schlüchtern-Niederzell, Evangelischer Betsaal

    1839: Neubau einer Orgel im Betsaal durch Wilhelm Ratzmann (Gelnhausen)12

    Disposition (II/P) mit 5 Registern:

    Hauptwerk C–f3Hinterwerk C–f3Pedal C–c1
    Burdon 8′Floete 8′angehängt
    Viola di Gambe 8′Flauto dolce 4′
    Principal 4′

    Koppeln: II/I, I/P

    Schleifladen, mechanische Spiel- und Registertraktur
    Prospektgehäuse: zwei nachklassizistische Rundbogenfelder
    Standort: Vorne rechts

    1912: Abbau durch Wilhelm Ratzmann. Die Orgel wurde zu Teilen in die Werkstatt nach Gelnhausen (überholungsbedürftige Teile) und
    parallel dazu nach Schlüchtern (Lehrerseminar) versendet.3

    1928: Nach Auflösung des Schlüchterner Lehrerseminars kam die Orgelunter gröberen Umständen nach Loheland.4

    1. G. Rehm, Orgeln des ehemaligen Kreises Schlüchtern, S. 101 ↩︎
    2. Andreas Schmidt, 2009: Die Schriftstücke wurden zum Abdichten des Balges verwendet und sind teils bis 1822 zurück und teils bis 1839 vor datiert. Die Balganlage kann deshalb nicht von 1837 sein. ↩︎
    3. Andreas Schmidt, 2009: Die Orgel wurde nicht sorgfältig zerlegt, sondern in teils zusammengebauten Zustand transportiert, hierfür wurden auch Rahmenteile zerschnitten damit die großen Teile durch entsprechende Türen passten. ↩︎
    4. Andreas Schmidt, 2009. ↩︎
  • Schlüchtern-Niederzell, Evangelische Petrus-Lotichius-Kirche

    1912: Orgelneubau in der neu erbauten Kirche durch Wilhelm Ratzmann (Gelnhausen)1

    Disposition (II/P) mit 8 Registern:

    Hauptwerk C–f3Hinterwerk C–f3Pedal C–f1
    Prinzipal 8′Gedackt 8′Subbaß 16′
    Gamba 8′Salizional 8′
    Hohlflöte 8′Flöte 4′
    Oktave 4′

    Koppeln: II/I, II/P, I/P; II/I 4′

    Kegelladen, pneumatische Spiel- und Registertraktur
    Spieltisch seitlich. Prospektgehäuse: drei nachklassizistische (neuromanische) Rundbogenfelder
    Standort: Rückempore

    1953: Umbau durch Werner Walcker-Mayer (Ludwigsburg)2

    Hauptwerk C–f3Hinterwerk C–f3Pedalwerk C–d1
    Prinzipal 8′Gedackt 8′Subbaß 16′
    Gamba 8′Salizional 8′
    Oktave 4′Flöte 4′
    Rauschquinte II
    2 2/3′ (neu)

    1956: Reparatur durch Bernhard Schmidt (Gelnhausen)3

    1998: Neubau durch Werner Bosch (Niestetal) unter Verwendung alter Pfeifen und des Gehäuses.4

    Disposition (II/P) mit 11 Registern nach KMD Jürgen Hessel:

    Hauptwerk C–g3Hinterwerk C–g3Pedalwerk C–f1
    Prinzipal 8′Gedackt 8′Subbaß 16′
    Rohrflöte 8′Salicional 8′
    Oktave 4′Flöte 4′
    Flachflöte 2′Sesquialtera II 2 2/3′
    Mixtur III 1 1/3′Prinzipal 2′

    Koppeln: II/I, II/P, I/P

    Schleifladen, mechanische Spiel- und Registertraktur
    Spieltisch vorne. Prospektgehäuse: drei nachklassizistische (neuromanische) Rundbogenfelder
    Standort: Rückempore

    1. Mitteilung des Organisten Rektor Karl Schmerbach (der ein Verwandter der Orgelbauersippe Schmerbach aus Frieda bei Eschwege ist). In den Gemeinderechnungen, die lückenhaft im Hessischen Staatsarchiv Marburg vorliegen, ist nach Mitteilung von Herrn Schmerbach nichts über diesen Orgelbau verzeichnet. G. Rehm, Orgeln des ehemaligen Kreises Schlüchtern, S. 101-103 ↩︎
    2. Mitteilung von Herrn Rektor Schmerbach, 1969. G. Rehm, Orgeln des ehemaligen Kreises Schlüchtern, S. 101-103 ↩︎
    3. Mitteilung von Herrn Bernhard Schmidt, 1973. G. Rehm, Orgeln des ehemaligen Kreises Schlüchtern, S. 101-103 ↩︎
    4. Eigene Aufzeichnungen, 2022 ↩︎

  • Schlüchtern, Evangelische Stadtkirche St. Michael (Konferenzraum)

    1974: Aufstellung einer 1950 durch Werner Bosch (Niestetal) für die die später abgebrochene Johanniskirche in Kassel erbaute Orgel. Es handelt sich um das erste Instrument mit Schleifladen der Firma Bosch. 1

    Disposition (I/P) mit 6 Registern:

    Manual C–f3Pedal C–f1
    Gedackt 8′Subbaß 16′
    Prinzipal 4′Choralbaß 4′
    Gemshorn 2′
    Zimbel I–II

    Koppel: I/P

    mechanische Manual- und Registertraktur; elektro-pneumatische Pedaltraktur.

    2021: Abbau und Einlagerung im Orgelteilelager Neuengronau durch Werner Bosch.2

    1. Bosch-Orgel im Konferenzraum auf der Seite der KMA. Abgerufen am 18. Oktober 2023. (über Wayback Machine) ↩︎
    2. Eigene Aufzeichnungen, 2021 ↩︎